Interview mit unserer Schulleiterin

Die Reporterinnen und Reporter der Schülerzeitung des Jahn-Gymnasiums möchten euch unsere neue Schulleiterin, Frau Studier, vorstellen. Sie hat uns ein erstes Interview gegeben:
1. Wo werden Schülerinnen und Schüler Sie künftig antreffen – wo ist Ihr neues Büro?
Mein neues Büro findet ihr in Haus 1, Raum 1211. Aber keine Sorge: Ich plane nicht, mich dort zu verbarrikadieren. Ihr werdet mich weiterhin auf den Fluren, im Klassenraum, auf dem Schulhof oder bei Schulveranstaltungen antreffen.
2. Wie lange sind Sie schon an unserer Schule als Lehrkraft tätig?
Ich bin seit 2018 am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium. Das bedeutet, dass ich viele von euch schon seit der 7. Klasse kenne und begleiten durfte. Die Schule und die Menschen hier sind mir in diesen Jahren sehr ans Herz gewachsen, was den Start in die neue Aufgabe besonders schön macht.
3. Werden Sie neben Ihrer neuen Aufgabe als Schulleiterin auch weiterhin unterrichten?
Definitiv! Die Arbeit im Büro ist wichtig, aber erst im Unterricht wird die Schule mit Leben gefüllt. Der Austausch mit euch ist mir wichtig, damit ich die Praxis nie aus dem Blick verliere, denn ihr macht unsere Schule lebendig. Ich freue mich darauf, weiterhin gemeinsam mit euch zu lernen und die Schule zu gestalten.
4. Was hat Sie daran gereizt, die Leitung unserer Schule zu übernehmen?
Da ich unsere Schule schon seit 2018 als Lehrkraft kenne, fühle ich mich hier tief verwurzelt. Mich hat gereizt, die Verantwortung zu übernehmen, um auf unserer guten gemeinsamen Basis aufzubauen und die Schule aktiv weiterzuentwickeln. Ich möchte Bewährtes erhalten und gleichzeitig neue, moderne Impulse setzen, um diesen Weg nun aus einer neuen Perspektive heraus mit der gesamten Schulgemeinschaft zu gestalten.
In unserer Gemeinschaft steckt eine enorme kreative Energie, das spüre ich bei jedem Gespräch und jeder Veranstaltung. Und ganz persönlich: Ich wollte mich dieser Herausforderung bewusst als Frau und Mutter stellen. Ihr glaubt gar nicht, wie oft mir die Frage gestellt wurde, warum ich mir diesen Job als Mutter „aufbürde“. Genau das war für mich ein zusätzlicher Anreiz: Ich möchte zeigen, dass beides zusammengehört. Ich freue mich darauf, mit euch diese neuen Wege zu gehen und dabei jeden Tag auch voneinander zu lernen.
5. Welche zentralen Aufgaben und Herausforderungen kommen nun auf Sie zu?
Ganz oben auf der Liste steht für mich, dass unser Schulalltag weiterhin verlässlich läuft; das ist die Basis unserer Arbeit. Darauf aufbauend wollen wir unser Profil schärfen, die Fachräume auf den neuesten Stand bringen und uns beharrlich für echte Verbesserungen bei den Sanitäranlagen einsetzen. Das Wichtigste ist dabei, dass wir alle im engen Austausch bleiben: Lehrkräfte, Eltern und natürlich ihr Schülerinnen und Schüler.
6. Was ist Ihnen im Umgang mit Schülerinnen und Schülern besonders wichtig?
Ehrlichkeit und Begegnung auf Augenhöhe sind für mich zentrale Werte. Mir ist es besonders wichtig, dass wir auch bei unterschiedlichen Meinungen stets respektvoll miteinander umgehen. Ich möchte für euch eine Schulleiterin sein, die zuhört.
7. Welche Rolle spielen Digitalisierung und moderne Medien in Ihrem Schulkonzept?
Als Deutsch- und Englischlehrerin weiß ich: Sprache ist der Schlüssel zur Welt und heute ist dieser Schlüssel eben oft digital. Dabei geht es mir nicht nur um die Technik an sich, sondern darum, was ihr daraus macht. Ich möchte, dass ihr lernt, sicher mit digitalen Medien und auch mit künstlicher Intelligenz umzugehen. Ihr sollt fit für die Zukunft sein, aber eben auch wissen, wo die Grenzen und Gefahren liegen. Ein wacher Verstand ist am Ende mindestens genauso wichtig wie ein schnelles Tablet.
8. Was wünschen Sie sich von der Schülerschaft und der gesamten Schulgemeinschaft?
Was ich mir wünsche? Vor allem Mut zur Mitgestaltung! Eine Schule lebt nicht durch die Lehrkräfte und die Schulleitung allein, sondern durch eure Ideen und unser tägliches Miteinander. Seid kritisch, seid kreativ und bringt euch ein!
Dabei ist mir eines besonders wichtig: Dass wir uns alle mit Respekt und Toleranz begegnen. Ich wünsche mir eine Schule, auf die ihr stolz seid, nicht nur akademischer Erfolge wegen, sondern weil ihr gerne hier seid und euch willkommen fühlt. Wenn wir diesen respektvollen Rahmen halten, können wir gemeinsam richtig viel bewegen.
9. Was möchten Sie den Schülerinnen und Schülern zum Start als neue Schulleiterin mit auf den Weg geben?
Das ist eine gute Frage … In einer Zeit, in der die Welt oft unruhig ist, haben wir gleichzeitig so viele Möglichkeiten wie nie zuvor. Ich möchte euch mitgeben, die Schule als Chance zu begreifen, um euer Leben später aktiv zu gestalten. Das braucht natürlich dieBereitschaft, sich anzustrengen und dranzubleiben, denn das gehört zum Lernen und zum Leben einfach dazu. Genauso wichtig sind aber auch Mut und Zuversicht, um Dinge auszuprobieren und Fragen zu stellen. Habt dabei keine Angst vor Fehlern; sie gehören zu jedem echten Lernprozess dazu. Ich sehe es so: Fehler sind eigentlich nur „Helfer“, die man ein bisschen anders buchstabiert.
Vielen Dank für das Interview!
Eure Schülerreporter