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Informationsveranstaltung zur gymnasialen Oberstufe



„Schindlers Liste“ – Projekttag der 10.Klassen mit Frau Professor Erika Rosenberg

Von „Schindlers Liste“ hat wohl jeder schon einmal irgendetwas gehört. Was aber hat es auf sich mit dieser Liste? 

Die 10. Klassen hatten am Dienstag, dem 25.10. die Gelegenheit, hierüber Genaueres zu erfahren. Zu Besuch an unserer Schule war Frau Erika Rosenberg-Band. Sie ist Historikerin und Journalistin und lebt, wie auch das Ehepaar Schindler nach dem Krieg, in Argentinien. Seit 30 Jahren beschäftigt sie sich mit der Lebensgeschichte von Oskar und Emilie Schindler. Sie hat darüber mehrere Bücher geschrieben, war mit Emilie Schindler befreundet und verwaltet heute den Nachlass des Ehepaares. Wie die von Oskar Schindler mit seiner Liste geretteten Zwangsarbeiter ist sie Jüdin, ihre Eltern flohen vor dem nationalsozialistischen Regime nach Südamerika.

Frau Rosenberg startete den Projekttag mit einem Lichtbild-Vortrag über das Leben von Oskar und Emilie Schindler in der Aula. Mit ihrer authentischen Art gelang es ihr schnell, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. 

Im zweiten Teil des Vormittags beschäftigte sich fünf gemischte Arbeitsgruppen intensiver mit einigen ausgewählten Quellen zu den Lebensläufen der Schindlers, dem Leben im Konzentrationslager, den von Schindler zum Überleben verholfenen 1200 „Schindlerjuden“ und der Entstehungsgeschichte des berühmten Hollywood-Films von Steven Spielberg. In der Arbeit der Gruppen ging es darum, einfach einmal einzutauchen in diese beiden abenteuerlichen Leben in den Wirren des 20. Jahrhunderts. Und wenn sich hier manchmal mehr Fragen ergaben als in 80 Minuten zu klären sind, so wurde doch vielleicht bei dem einen oder der anderen die Neugier geweckt, diese Spuren einmal weiter zu verfolgen.

Zum Abschluss wurden die ermittelten Ergebnisse in der Aula vorgestellt. Und auch unseren vortragenden Schülerinnen und Schülern gelang es dabei, ihre versammelte Zuhörerschaft zu überzeugen und ein großes Lob von Frau Rosenberg zu ernten. In dem anschließenden Frage-und-Antwort-Gespräch konnten auch noch viele der entstandenen Fragen geklärt werden.

Einige Fragen werden aber auch erst einmal bleiben – und das ist vielleicht auch gut so. Denn die Frage nach dem Warum? ist noch lange nicht beantwortet. Warum haben so viele Deutsche mitgemacht bei Hitlers Völkermord? Warum haben so viele geschwiegen? Und warum gab es so wenige Menschen mit Zivilcourage wie Oskar und Emilie Schindler?


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